Schutzstreifen

Schutzstreifen Dammstrasse 150Schutzstreifen machen Radfahrer sichtbar
Schutzstreifen leiten Radfahrer auf der Fahrbahn. Eine gestrichelte Linie und Fahrrad-Piktogramme markieren den Verlauf. Der Schutzstreifen ist eine Art Laufsteg für Radfahrer. Nach dem Motto „Sehen und gesehen werden“ zeigt er Auto-, Lkw- und Busfahrern: Achtung, Radler fahren hier auch und gehören zum Straßenverkehr.

Mehr Platz durch Schutzstreifen
Auto- und Radverkehr nutzen beide die Fahrbahn, aber jeder hat einen eigenen Bereich. Schutzstreifen machen deutlich: Radfahrer brauchen und haben ihren Platz im Verkehrsraum. Das führt zu mehr Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme.

Mehr Sicherheit durch Schutzstreifen
Auf dem Schutzstreifen fahren Radfahrer sicherer, als man denkt. Autos überholen zum Beispiel mit größerem Abstand. Fußgänger profitieren ebenfalls: Sie haben ihre Gehwege wieder ganz für sich.
Mehr Sichtbarkeit: Autofahrer können die Radfahrer auf Schutzstreifen besser sehen als auf separaten Fahrradwegen – vor allem an Kreuzungen, Einmündungen und Ausfahrten.

Weniger Konflikte durch Schutzstreifen
Wo Radfahrer auf Schutzstreifen unterwegs sind, kommen sie parkenden Autos weniger in die Quere. Auch mit Fußgängern, beispielsweise an Haltestellen, Roller fahrenden Kindern oder anderen Radfahrern gibt es weniger Konflikte.

Mehr Komfort durch Schutzstreifen
Als Teil der Fahrbahn haben Schutzstreifen meist einen besseren Belag, weniger Schlaglöcher und sind häufig sauberer. Weniger Hindernisse stören die Fahrt als auf kombinierten Rad- und Gehwegen. Alle kommen dort besser voran: Pendler, Schüler und Freizeitradler.

Auf dem Schutzstreifen halten?  Ja, Fahrzeuge dürfen auf dem Schutzstreifen bis zu drei Minuten halten.   
Auf dem Schutzstreifen parken? Nein, Parken auf dem Schutzstreifen ist verboten. Wer sein Auto verlässt, parkt.   
Den Schutzstreifen überfahren?  Jein, Schutzstreifen dürfen nur in Ausnahmefällen überfahren werden. Wenn zwei breitere Fahrzeuge aneinander vorbei müssen, dürfen sie über die gestrichelte Linie fahren. Radfahrer dürfen dabei nicht behindert werden.
Das Jein gilt auch für Radler: Sie dürfen den Schutzstreifen ebenfalls nur bei Bedarf links überfahren, ohne den Kfz-Verkehr zu behindern. 
 
Dürfen Schutzstreifen in Gegenrichtung genutzt werden? Nein, Geisterfahren ist nicht erlaubt. Radeln entgegen der Fahrtrichtung auf dem Schutzstreifen ist sehr gefährlich.  
Wo sollen Radfahrer auf den Schutzstreifen fahren?

Radfahrer sollen in der Mitte des Schutzstreifens fahren. Um genug Abstand von sich öffnenden Fahrzeugtüren zu haben, ist es wichtig, nicht zu weit rechts auf dem Schutzstreifen zu fahren.

Wenn Autos an einer roten Ampel stehen, dürfen Radfahrer auf dem Schutzstreifen bis zur Ampel vorbeifahren.

 

Textauszüge zum Schutzstreifen sind von der agfk Baden-Württemberg


ERA2010 Titel 200Einheitliche Regeln zum Errichten von Schutzstreifen und Radstreifen
Die Stadt Hildesheim wendet das bundesweite Regelwerk (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, ERA 2010) für Planung, Entwurf, Bau und Betrieb von Radverkehrsanlagen in Deutschland an. Darin sind unter anderem die Regelmaße für Schutzstreifen aufgeführt um eine sichere Radverkehrsführung zu gewährleisten. Dabei müssen auch die vorgegebene Fahrspurmaße der Kraftfahrzeuge berücksichtigt werden.


Antworten auf Bürgerfragen zu Schutzstreifen in Hildesheim

Schutzstreifen Bahnhofsallee 150Wo soll der Lieferverkehr in der Bahnhofsallee bleiben?
Eine Idee ist, den Lieferwagen (Bild) neben den Schutzstreifen zu stellen.  Dadurch bleibt der Schutzstreifen für Radfahrer befahrbar. Die Breite zwischen den Schutzstreifen beträgt hier 7 Meter. Genug, um den Auto- und Busverkehr einspurig vorbei zuführen.